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Mittwoch, 30. September 2009

Kommt wieder eine Wende?


Mir fiel auf, dass zwar viel über Demokratie geredet und geschrieben wird, dass aber der wichtige Ansatzpunkt für mehr Demokratie vernachlässigt wird, nämlich die Wahlen.


Kommt wieder eine Wende?


Die Koalitionsverhandlungen
haben noch gar nicht richtig angefangen,
schon hört man Forderungen nach einer Wende.

Bei dem Begriff Wende
fragt sich der Normalverbraucher,
was oder wer wenden soll.

Es muss doch etwas sein,
was bisher in eine Richtung gelaufen ist
und nun in die entgegengesetzte Richtung laufen soll.

Was bedeutet es nun für die Gruppe der Menschen,
die die Leistungen anderer durch die Gegend tragen
und sich deshalb Leistungsträger nennen?

Da diese Gruppe bisher finanziell gut versorgt wurde,
hieße doch eine Wende,
dass sich die Versorgung ändern müsste,
sich also verschlechtern sollte.

Kann das im Sinne derer sein,
die bisher gut gelebt haben
und nun von einer Wende reden?

Keine Frage:
Viele der weniger Begüterten
hätten gewiss nichts gegen diese Wende.

Ich fürchte jedoch,
dass hier ein Missverständnis vorliegt.
Wer bisher ein gutes oder sehr gutes Einkommen hatte,
erhofft sich von der Wende kein geringeres Einkommen,
er hofft vielmehr,
dass die Entwicklung von bescheidenen Erhöhungen
zu
bemerkenswert großen Erhöhungen führen.

Nur, das wäre keine Wende, sondern ein weiter so!


Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr

Montag, 28. September 2009

Erster Tag nach der Wahl


Mir fiel auf, dass zwar viel über Demokratie geredet und geschrieben wird, dass aber der wichtige Ansatzpunkt für mehr Demokratie vernachlässigt wird, nämlich die Wahlen.


Erster Tag nach der Wahl


Gestern haben wir gewählt.
Mit dem Wahlergebnis
müssen wir uns jetzt
vier Jahre lang abfinden.

Alle, die wie ich nicht im Geld schwimmen,
werden die Politik an ihrem Geldbeutel merken.
Wir können uns nicht einmal beklagen.
Ohne dass Parteien
verpflichtende Wahlversprechen
abgegeben haben, sind sie gewählt worden:

Wir haben den Wahlsiegern eine Blankovollmacht erteilt.

Insbesondere die Kräfte, die so stolz darauf sind,
dass sie die Leistungen anderer tragen dürfen,
die sich deswegen auch Leistungsträger nennen,
sie können jetzt nach Belieben fortfahren,
das Geld von unten nach oben zu schaufeln.



Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr

Samstag, 26. September 2009

Noch ein Tag bis zur Wahl

Mir fiel auf, dass zwar viel über Demokratie geredet und geschrieben wird, dass aber der wichtige Ansatzpunkt für mehr Demokratie vernachlässigt wird, nämlich die Wahlen.


Noch ein Tag bis zur Wahl

Wie finde ich die richtige Partei?

1. Prüfen, wo ich auf der sozialen Leiter etwa stehe.

2. Die Partei herausfinden, die sich höchstwahrscheinlich für die Gruppe einsetzt, der ich tatsächlich angehöre.

3. Die ausgesuchte Partei wählen.

Nicht vergessen! In einer Leistungsgesellschaft sind wir daran interessiert, dass etwas geleistet wird. An denen, die die Leistung anderer lediglich durch die Gegend tragen, die Leistungsträger nämlich, sind wir nicht interessiert.

Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr


Donnerstag, 24. September 2009

Noch drei Tage bis zur Wahl

Mir fiel auf, dass zwar viel über Demokratie geredet und geschrieben wird, dass aber der wichtige Ansatzpunkt für mehr Demokratie vernachlässigt wird, nämlich die Wahlen.


Noch drei Tage bis zur Wahl

Um die wahlkämpfenden Parteien zur Abgabe verbindlicher Wahlversprechen aufzufordern ist es vermutlich zu spät, doch wo es möglich ist, sollten die Parteien vorgewarnt werden, dass sie im nächsten Wahlkampf keine Chance mehr haben, wenn sie sich nicht zu verbindlichen Wahlversprechen entschließen.

Was können wir nun noch ausrichten?

Das Wichtigste ist selbstverständlich, dass wir unsere Stimmen abgeben, denn von jeder Stimme, die wir nicht abgeben, profitieren auch die Parteien, die wir auf keinen Fall wählen würden.

Was wir aber schon jetzt beherzigen sollten,
ist, dass wir nur die Partei wählen,
die mit großer Wahrscheinlichkeit die Interessen der Gruppe vertritt,
der wir tatsächlich angehören,
und nicht die Interessen der Gruppe,
der wir zwar gern angehören möchten,
der wir aber höchstwahrscheinlich nie angehören werden.

Wir sollten keine Partei wählen, die für die Träger von Leistungen Steuersenkung durchsetzen und von denen, die die Leistungen erbringen bezahlen lassen wollen.


Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr

Sonntag, 20. September 2009

Wir könnten eine Leistungsgesellschaft haben

Mir fiel auf, dass zwar viel über Demokratie geredet und geschrieben wird, dass aber der wichtige Ansatzpunkt für mehr Demokratie vernachlässigt wird, nämlich die Wahlen.


Wir könnten eine Leistungsgesellschaft haben

Warum haben wir sie nicht, wenn sie möglich ist?

Das ist eine berechtigte Frage. - Die Antwort ist allerdings nicht ganz einfach.

Wir sollten uns erst einmal fragen, wer die Leistungsgesellschaft eigentlich will und wer sich davor fürchtet. - Wenn wir die Frage beantworten, entdecken wir ein Kuriosum:

Einige sprechen heute ständig von Leistungen, halten sich für Leistungsträger (wessen Leistung tragen sie eigentlich?) und natürlich auch für Besserverdiener (richtig: Mehrbekommende). Sie nutzen den Begriff, um damit ihr überhöhtes Einkommen zu rechtfertigen. Sie gehören zu der einflussreichsten Gruppe, die eine wirkliche Leistungsgesellschaft ablehnt, denn sie weiß, dass sie erheblich weniger Einkommen hätte, wenn sie nach Leistung bezahlt würde.

Warum argumentieren Menschen für die Leistungsgesellschaft, wenn sie gar keine haben wollen?

Es gereicht ihnen zum Vorteil, das, was wir haben, Leistungsgesellschaft zu nennen, denn dann kann alles bleiben, wie es ist. Hätten wir dagegen eine wirkliche Leistungsgesellschaft, würden viele Arbeitskräfte mit kleinem Einkommen mehr und andere mit hohem Einkommen weniger bekommen.

Der Gedanke dahinter ist, dass es für das Mehrfache eines geringen Einkommens einen maximalen Faktor geben muss. Es ist nicht einzusehen, dass der Leiter eines Unternehmens mehr als beispielsweise das Fünfzigfache des niedrigsten Einkommens in seinem Unternehmen erhält.

Hier sind wir Wähler gefordert:
Wir brauchen ein verbindliches Wahlversprechen,
dass ein maximaler Einkommensfaktor festgelegt wird.


Es sollte ausdrücklich erwähnt werden, dass wir selbst nach Einführung eines maximalen Einkommensfaktors noch keine Leistungsgesellschaft haben.


Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr


Donnerstag, 17. September 2009

Natürlich brauchen wir Leistung


Mir fiel auf, dass zwar viel über Demokratie geredet und geschrieben wird, dass aber der wichtige Ansatzpunkt für mehr Demokratie vernachlässigt wird, nämlich die Wahlen.


Jemand wollte von mir wissen, was ich gegen Leistung hätte, warum ich ausgerechnet gegen die Leistungsträger wettere.


Natürlich brauchen wir Leistung

Da gibt es nicht den leisesten Zweifel. Aber es gibt einen wichtigen Punkt, der oft nicht berücksichtigt wird:

Wir brauchen die menschliche Leistung,
aber nicht das Gerede darüber .
Ebenfalls brauchen wir niemanden,
der die Leistung hin und her trägt.


Es hat sich eingebürgert, dass sich etliche Menschen mit hohem Einkommen
als Leistungsträger und Besserverdienende bezeichnen .

Was hat es mit diesen Bezeichnungen auf sich?

Menschen mit höherem Einkommen nennen sich Besserverdienende,
obwohl darin ein unbestätigtes Urteil über die Leistung enthalten ist.

Dabei lässt sich allenfalls beweisen, dass sie mehr bekommen , sodass sie Mehrbekommende heißen sollten.

Die angeblichen Leistungsträger möchte ich immer gern fragen,
wessen Leistung sie eigentlich tragen und warum,
vielleicht auch noch,
woher sie die Leistung holen und wohin sie sie tragen.

Dass sie die Leistung von anderen holen und auf ihr eigenes Konto tragen,
das dürfte aber nur ein böses Gerücht sein.
Solchen Verleumdungen wollen wir uns jedoch nicht anschließen.


Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr

Dienstag, 15. September 2009

Keine Stimme für eine Partei, die ...


Mir fiel auf, dass zwar viel über Demokratie geredet und geschrieben wird, dass aber der wichtige Ansatzpunkt für mehr Demokratie vernachlässigt wird, nämlich die Wahlen.


Keine Stimme für eine Partei, die ...

... kein verbindliches Wahlversprechen abgibt!

... die soziale Ungerechtigkeit noch vergrößern will!

... die sehr viel über Leistungen und Leistungsträgern spricht! Da Leistung nicht messbar ist,
kann niemand nachweisen, dass die angebliche Leistung gar nicht vorhanden ist.

... die meint, dass die weitaus Ärmeren, beispielsweise in Afrika, es rechtfertigen, unseren Armen
noch Geld zu nehmen!


Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr