Montag, 24. Januar 2011

Wie bringt man den kleinen Mann dazu, die Scheuklappen abzulegen?




Mir fiel auf, dass die Scheuklappen mancher Menschen festgewachsen zu sein scheinen.




Wie bringt man den kleinen Mann dazu, 
die Scheuklappen abzulegen?


Es steht außer Frage,
dass es wichtig wäre,
sich über die zukünftige Gesellschaft,
über die Gesellschaft der Kinder und Enkelkinder
Gedanken zu machen.

Sich Gedanken zu machen
kann allerdings nur der erste Schritt sein,
denn ändern lässt sich eine Gesellschaft nur
durch praktisches Handeln.

Wie überzeugt man den kleinen Mann,
dass es wichtiger ist,
die Gesellschaft gerechter zu machen,
als das aufregendste Fußballspiel zu verfolgen?

Möglicherweise sind seine Scheuklappen gar nicht angelegt, sondern festgewachsen.

Wolf-Gero Bajohr
24. Januar 2011

Mehr Einzelheiten in meinem neusten Buch Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft



Sonntag, 23. Januar 2011

Mehr Gerechtigkeit oder Fußball?




Mir fiel auf, dass wir uns durch Brot und Spiele noch genauso manipulieren lassen wie die Menschen im klassischen Rom.



Mehr Gerechtigkeit oder Fußball?

Ist das eine schwere Entscheidung?

Nein!
Es ist sogar eine sehr leichte Entscheidung!

Selbstverständlich fällt die Wahl auf
Fußball.

Die Begründung?

Während ich mir ein Fußballspiel ansehe,
bin ich vor der Versuchung sicher,
über Probleme nachzudenken:
zum Beispiel über einen Weg zu mehr Gerechtigkeit.

Wolf-Gero Bajohr
23. Januar 2011


Mehr Einzelheiten in meinem neuen Buch Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft






Freitag, 21. Januar 2011

Wie sollte sich der kleine Mann verhalten?

Mir fiel auf, dass zwar gegen Einseitigkeit argumentiert wird, meistens sogar zu recht. Doch es gibt Fälle, da ist die Einseitigkeit gerechtfertigt.


Einseitigkeit

Jemand sprach mich an und meinte,
dass mein Beitrag doch ziemlich einseitig wäre,
womit er an der Realität vorbeiginge. 

Es ist richtig:
Mein Beitrag ist einseitig,
denn ich will ja auch eine einzelne Gruppe aufrütteln,
nämlich die Gruppe der kleinen Leute.

Die kleinen Leute halten sich in der Mehrzahl für machtlos und meinen deshalb,
sie müssten alles, was von oben kommt, ergeben hinnehmen.
 Das ist falsch!
Der kleine Mann könnte durchaus so manches erreichen,
wenn er sich nur darauf einließe,
sich einzumischen.

Sofern der kleine Mann nur will,
lernt er sehr schnell die größte Schwäche seiner Gegner kennen,
denn sie ist leider auch eine seiner Schwächen,
und zwar die Gier.

Allerdings gibt es einen großen Unterschied,
und er bedeutet einen Vorteil für den kleinen Mann:

Indem er seine eigene Gier seinem Willen unterwirft,
erstarkt sein Charakter und räumt dem kleinen Mann schließlich die Möglichkeit ein,
sich gegen Bessergestellte durchzusetzen.
Wenn er sich nur intensiv genug für eine Zukunft mit mehr Gerechtigkeit einsetzt,
kann er sogar all die Bessergestellten überwinden.

Wolf-Gero Bajohr
21. Januar 2011

Näheres in meinem neuen Buch »Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft«


Donnerstag, 20. Januar 2011

Verhindert der kleine Mann eine gerechtere Gesellschaft tatsächlich?




Mir fiel auf, dass zwar den Reichen und Superreichen vorgeworfen wird, sie verhinderten die gerechtere Gesellschaft. Es stimmt sogar, aber sie sind nicht die Einzigen.


Dass der kleine Mann eine gerechtere Gesellschaft verhindert, 
ist ein hartes Urteil,
zugegeben!

Aber das Urteil trifft tatsächlich zu.
Was hätte es also für einen Sinn,
ihn zu bedauern?

Es würde ihn erst recht davon abhalten,
sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen
und alle Möglichkeiten zu nutzen.

Es gibt etliche Möglichkeiten.
Auf jeden Fall gibt es erheblich mehr,
als der kleine Mann vermutet.

Wolf-Gero Bajohr
20. Januar 2011

Weitere Einzelheiten in meinem neuen Buch
Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft
Es wurde extra für den kleinen Mann geschrieben. 

 

Mittwoch, 19. Januar 2011

Der kleine Mann verhindert eine gerechtere Gesellschaft



Mir fiel auf, dass zwar viel über gerechtere Gesellschaften gesprochen wird. Warum haben wir sie nicht längst? Wer verhindert die gerechtere Gesellschaft?


Der kleine Mann
verhindert
eine
gerechtere Gesellschaft


Der kleine Mann ist im Grunde der Einzige, 
der von einer gerechteren Gesellschaft 
uneingeschränkt Vorteile hätte.
Sollten wir unter diesen Umständen nicht erwarten,
dass er den Weg in eine gerechtere Gesellschaft vehement anstrebt?

Weit gefehlt!
Tatsächlich sind es gerade die vielen kleinen Leute,
die eine gerechtere Gesellschaft verhindern.
Und sie werden es weiterhin tun.

Warum?

Wie fast immer, so gibt es wohl auch hier verschiedene Gründe.

Ein entscheidender Grund ist die Art der Freizeitbeschäftigung.
Davon gibt es zwei Arten:
Die eine Art regt zum Denken an,
die andere verhindert das Denken.

Damit stehen wir vor der Frage:
Ein Buch lesen oder ein Fußballspiel verfolgen?

Ein gutes Buch zu lesen fördert das Denken,
zum Fußballspiel zu gehen verhindert das Denken.

Wer jetzt darauf hinweist,
dass der kleine Mann nicht der Einzige ist,
der den Grad der Gerechtigkeit beeinflusst,
der hat völlig recht.
Natürlich sind auch die Bessergestellten bis hin zu den Superreichen
daran beteiligt.
Aber dürfen wir von ihnen erwarten,
dass sie gegen ihre eigenen Interessen handeln?

Die Wende zu einer gerechteren Gesellschaft
verhilft schließlich nur denen zu einer Besserung ihrer Lage,
die heute benachteiligt werden.
Und das sind die kleinen Leute.

Warum kümmern sie sich so wenig um ihr eigenes Wohlergehen?

Die Antwort ist einfach!

Von der inneren Einstellung her ist der kleine Mann ein Reicher.
Dummerweise fehlt ihm der Reichtum,
um für alle erkennbar ein wirklicher Reicher zu sein.

Wolf-Gero Bajohr
19. Januar 2011

Ausführlicher in meinem neuen Buch Kapitalismus oder Leistungsgesellschaft
 

Montag, 12. Oktober 2009

Modeschöpfer und die "dicken Muttis"


Mir fiel auf, dass zwar viel über Aussprüche von Politikern gesprochen wird, aber sie sind nicht die Einzigen, die bestimmte Menschen kränken.


Modeschöpfer und die "dicken Muttis"


Ein sehr bekannter Modeschöpfer soll sich dagegen ausgesprochen haben, dass die hageren Models aus dem Modegeschäft verschwinden. Er meint, niemand wolle die "dicken Muttis" sehen.

Dieser Modeschöpfer gehört zu den Schlanken, sodass die Vermutung naheliegt, seine Meinung habe etwas mit der Ignoranz oder auch Arroganz der Nichtbetroffenen zu tun. Doch bei näherer Betrachtung ist eine andere Erklärung viel wahrscheinlicher:

Dieser sehr bekannte Modeschöpfer
fühlt sich
überfordert.


Natürlich möchte er nicht, dass seine Unfähigkeit für alle erkennbar wird. Das würde es jedoch, wenn er für seine Modeschöpfungen keine hageren Models mehr hätte, die so leicht auszustaffieren sind wie eine Schaufensterpuppe.

Für normal gestaltete Frauen, die er dicke Muttis nennt, ist es erheblich schwieriger, etwas zu entwerfen, was sie hübsch aussehen lässt.

Dass sich dieser Modeschöpfer überfordert fühlt, ist keine Schande, aber er sollte es
offen zugeben
und sich
vom Modegeschäft zurückziehen.

Damit würde er
die Achtung
etlicher Menschen zurückgewinnen.


Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Bürgergeld als Lockmittel



Mir fiel auf, dass zwar viel über Demokratie geredet und geschrieben wird, dass aber der wichtige Ansatzpunkt für mehr Demokratie vernachlässigt wird, nämlich die Wahlen.


Bürgergeld als Lockmittel


Bürgergeld war unter anderem als Mittel gedacht,
das entwürdigende Offenlegen seiner Armut
vermeiden zu können.
Jeder sollte ein Grundeinkommen erhalten,
das den Lebensunterhalt sichert,
und zwar gleichgültig,
ob das eigene Einkommen hoch oder niedrig ist,
ob er arbeitet oder nicht,
ob er krank ist oder nicht.

Ist das Einkommen höher als das Bürgergeld,
wird der das Bürgergeld überschreitende Betrag versteuert,
ist es kleiner,
wird die Differenz als negative Steuer ausgezahlt.

Diese Form des Bürgergeldes trifft auf breite Zustimmung.

Kommt jetzt aber eine Partei daher,
die von der Zustimmung profitieren will,
indem sie lediglich den Namen verwendet
und dahinter ein vermutlich
weitgehend unverändertes Hartz IV
versteckt,
dann ist der Begriff
Bürgergeld
nichts weiter als ein
Lockmittel.


Freundliche Grüße
Wolf-Gero Bajohr