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Montag, 14. Februar 2011

Kapitalisten sind anständig

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Mir fiel auf, dass Kapitalisten anständige Leute sind. . (Satire)


Viel zu oft lesen und hören wir, dass die Kapitalisten das Übel unserer Gesellschaft seien. Ohne sie ginge es vor allem den Armen erheblich besser.

Das Teuflische an Behauptungen ist, dass sie zwar durch noch so häufiges Wiederholen nicht zur Wahrheit werden, aber sie werden geglaubt.

Welch eine Abscheu haben doch manche Mitmenschen gegen die »Heuschrecken« genannte Gruppe von Kapitalisten. Nur weil sie Unternehmen zerschlagen, sollen sie keine anständigen Menschen mehr sein. Wer so denkt, hat nicht recht.

Was bedeutet eigentlich der Begriff »anständig«? Im Duden finden wir zwar etliche Bedeutungen wie beispielsweise moralisch, aber im Verständnis der Menschen unserer Gesellschaft hält sich der Anständige an die Regeln und Gesetze.

Wenn diese Regeln und Gesetze so gestaltet sind, dass sie fast alles erlauben, was Unternehmer, Kapitalisten, Selbstständige und Angestellte mit höherem Einkommen machen sollten, um zu Wohlstand zu kommen, dann haben diese Bessergestellten doch gar keinen Grund, ihre Anständigkeit aufzugeben.

Unanständig sind vielmehr die Ausgegrenzten, die Leistungsverweigerer, die Unterstützungsempfänger, die obendrein unseren Staat und unsere Gesellschaft beschimpfen.

Halten wir also fest: Auch »Heuschrecken« sind anständig.

Ihre Anständigkeit bekäme nur dann einen Kratzer, wenn sie Steuern hinterzögen oder gewöhnliche Verbrechen begingen, wie Mord oder Betrug.

Wolf-Gero Bajohr


Samstag, 5. Februar 2011

Eine Krankenversicherung für alle

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Mir fiel auf, dass die Vielfalt bei Krankenversicherungen 
                                            den Versicherten zum Nachteil gereicht.


Angeblich leiden alle Krankenversicherungen unter chronischem Geldmangel. Zumindest erfährt genau das der Versicherte, wenn er von seiner Versicherung eine Leistung erwartet.

Dieser Geldmangel ist zu einem wesentlichen Teil auf die Vielfalt der Versicherungen und auf Sonderbedingungen für einige Versicherte zurückzuführen:

Junge und gesunde Menschen mit  höherem Einkommen werden Mitglied in einer privaten Versicherung. Da diese Versicherungen erheblich weniger Ausgaben für Krankheiten ihrer Versicherten haben, können sie die Prämien niedrig halten, sodass der privat Versicherte für gewöhnlich weniger zahlt als entsprechende Arbeitnehmer in den gesetzlichen Versicherungen.

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Politiker und andere Beamte sind privat versichert. Da ihre Versicherungen nur die Hälfte der Kosten zu versichern brauchen, können sie natürlich günstige Tarife anbieten. Die zweite Hälfte der Kosten wird dem Beamten auf dem Beihilfewege erstattet, und das bedeutet, dass wir Steuerzahler die Kosten tragen. Aus der Sicht eines gesetzlich Versicherten stellt sich die Situation folgendenmaßen dar: Ist er beim Arzt, muss er Beamte vorlassen, da sie ja Privatpatienten sind, obwohl sie weniger aus der eigenen Tasche zahlen als wir und sich obendrein sogar noch von uns die zweite Hälfte der Kosten finanzieren lassen.

Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, als richtete sich dieses Blog gegen privat Versicherte.

Es soll nur ein Grundprinzip von Gerechtigkeit berücksichtigt werden. Ein Beispiel aus dem Autobereich soll das demonstrieren: Wer nur den Preis für eine Ente zahlen will, darf natürlich nur eine Ente fahren. Wer aber einen Porsche fahren möchte, sollte den Preis für den Porsche zahlen. Es darf also nicht so sein, dass der Porsche-Fahrer den Preis für eine Ente und der Ente-Fahrer den Preis für einen Porsche zahlen muss. Im Prinzip haben wir aber genau diese Situation bei den Krankenversicherungen.

Was ist zu tun? Die Lösung ist eigentlich ganz simpel. Für jede Einnahme ist ein fester Prozentsatz an eine einzige Krankenversicherung abzuführen, und zwar unabhängig davon, ob es ein kleiner Arbeitnehmer, ein besser bezahlter Arbeitnehmer, ein Politiker oder sonstiger Beamter oder ein Selbstständiger ist, oder ob es um jemandes Mieteinnahmen geht oder um Wertpapiereinnahmen. Für diesen Beitrag an die eine gesetzliche Krankenversicherung hat der Versicherte den üblichen Anspruch an die Krankenversicherung.

Wem dieser Service nicht reicht, hat die Möglichkeit, zusätzlich eine Privatversicherung abzuschließen, die dann Zusatzleistungen gewährt.
Im Endeffekt sollte es so sein, dass mehr Leistungen auch höhere Kosten bedeuten.

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Wolf-Gero Bajohr



Weitere Einzelheiten in meinen Büchern.